Dieter E. Gellermann

PR-Berater, Journalist (DJV), professioneller Textbegleiter
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Lesekompetenz dank Stadtbücherei

Dieter Gellermann | 31. Dezember 2010

Wie schafft man es, zu einer hohen Lesekompetenz und einem großen Wortschatz zu gelangen.? Man braucht die richtige Umgebung dazu. Stehen keine Menschen direkt zur Verfügung, von denen man etwas lernen oder denen man Fragen stellen kann, dann bietet sich die nahe Stadtbücherei an, in der es Literatur aller Genres gibt. Heutzutage findet man dort auch viele Werke in anderen Sprachen. Das ist schon notwendig, weil die Welt immer globaler wird und von uns auch verlangt, dass wir uns auf andere Ethnien einstellen.

Genauso können Mitbürger mit anderer Muttersprache sich mit dem Bibliotheksangebot in ihrer gewohnten Sprache weiterbilden, Querverweise zur Sprache des Gastlandes herstellen und so einen breiten bilingualen Wortschatz aneignen. Die Stiftung Lesen hat festgestellt, dass ca. 20% der Büchereinutzer einen Migrationshintergrund haben. Das ist ein höherer Anteil als Migranten an der Gesamtbevölkerung haben.

Lesekompetenz ist der Türöffner zur Kultur, zur Gesellschaft und nichtzuletzt zur Arbeitswelt. Fördern wir sie, wo immer das möglich ist, zum Beispiel auch dadurch, dass wir im Freundeskreis Bücher tauschen oder im “bookcrosser”-Sinn aussetzen. (http://www.bookcrossers.de)

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Bücherei, global, Lesekompetenz, Literatur, Migranten, Stiftung Lesen, Wortschatz
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Was sagt uns die neue Pisa-Studie?

Dieter Gellermann | 16. Dezember 2010

Kurz und knapp: Unerwartetes stand nicht drin in der aktuell im Dezember 2011 veröffentlichten Studie. Ein wesentlicher Punkt betraf die Lesekompetenz, – wie in der ersten Studie vor rund zehn Jahren. Sie hat sich – in Deutschland – etwas verbessert, – berühmt kann man sie noch nicht nennen.

Warum ist denn die Lesekompetenz so wichtig?

Durch Lesen erschließen wir uns die meisten der anderen Fähigkeiten. Auch Textaufgaben in der Mathematik, Beschreibungen in Naturwissenschaften, Handbücher für Computerprogramme oder gar Arbeitsanweisungen könnten wir ohne Lesekompetenz nicht umsetzen. Dennoch zeigt sich immer wieder, dass viele Testpersonen selbst einfache Texte nicht verstehen.

Kinder müssen frühzeitig zum Lesen gebracht werden, – früher als der Kontakt zum Computer oder rechnerähnlichen Spielwaren muss ein Kind eine Beziehung zu Büchern entwickeln. Schließlich gibt es da ganz exzellente und hervorragend illustrierte Werke.

Im Blog von Bekannten http://clusterblog.de/allgemein/pisa-einmal-andersrum/ wurde mir klar, dass wir auch in Sachen Lesekompetenz keiner Statistik trauen dürfen. Wenn aktuell Schüler aus Shanghai die PISA-Studie in Sachen Lesekompetenz anführen, ist das noch lange kein Grund, die chinesischen Drills bei uns einzuführen. Zu viel eingeübtes Training tötet Kreativität und Flexibilität. Menschen müssen nicht nur funktionieren, sie müssen sich ihren aktuellen Situationen gerecht verhalten können, wozu auch die Fähigkeit gehört, Improvisieren zu können.

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Computer, Fähigkeiten, improvisieren, Kreativität, Lesekompetenz, Pisa
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Vorlesen unterstützt spätere Lesekompetenz

Dieter Gellermann | 23. September 2010

Kinder, denen in frühen Jahren aus Büchern vorgelesen wird, entwickeln eine positive Beziehung zu Geschichten und damit zu texten. Daraus entsteht meist ein frühes Interesse am Lesenlernen und dann auch das Selberlesen oder allgemein: die Lesekompetenz.

Mit dem Vorlesen vor eigenen Kleinkindern und Kindergruppen erleichtern Eltern, Großeltern und ehrenamtliche Lesepaten den Zugang zu Texten. Ehrenamtliche Vorlesegruppen findet man für Stuttgart etwa im Internet unter www.leseohren-aufgeklappt.de. Von hier aus gibt es zahlreiche weitere Links, u.a. zur Stiftung Lesen www.stiftunglesen.de.

Noch andere positive Auswirkungen hat das Vorlesen: Stärkere Synapsenbildung im Gehirn, was zur Entwicklung der Intelligenz führt; die Fähigkeit zur Phantasie; Zuhören und logisches Mitdenken. Ein CD-Spieler mit zahlreichen Hörspielscheiben kann kein Ersatz sein für einen vorlesenden Menschen. Nebenbei bemerkt: Auch der Vorleser profitiert von seinem Amt, denn er selbst übt auch die eigene Artikulation und den Lesefluss.

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Ehrenamt, Eltern, Geschichten, Kinder, Lesekompetenz, Lesenlernen, Stuttgart, Vorlesen
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Lesen als berufliche Grundkompetenz

Dieter Gellermann | 24. Juni 2010

Hätten Sie gedacht, dass es vier Millionen Menschen in Deutschland gibt, die keine längeren Texte lesen und verstehen können? Ein Forschungsprojekt der Mainzer Universität ist auf diese erschreckend hohe Zahl gekommen, die bedeutet, dass jeder zwanzigste Mitbürger zumindest funktionaler Analphabet ist. Diese Menschen kennen zwar die Buchstaben und können auch Markennamen und kurze Hinweise bis hin zu Schlagzeilen lesen, bei längeren Sätzen müssen sie aber passen.

In unserer technischen Arbeitswelt sind die Betroffenen verloren und auf die Unterstützung anderer angewiesen. Die Ursachen dafür können unterschiedlich sein. Um die Defizite zu verbessern, gibt es spezielle Schulungen, die auch funktionalen Analphabeten helfen, ihre Lesekompetenz zu verbessern. Das Manko liegt teilweise auch an der schlechten Wahrnehmung beim Texterfassen. Wenn Leser Worte eher als Bilder denn als zusammenhängende Buchstaben erkennen, sind Verwechslungen leicht möglich. Abhilfe kann nur regelmäßiges Training bringen mit zunehmend schwereren Texten, längeren Sätzen und komplexeren Sachverhalten. Doch dafür, – so eine Aussage der Analphabetie-Forscher, – fehlen die geeigneten Unterrichtsmaterialien.

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Analphabet, Lesekompetenz, Lesen, Texterfassung
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