Verbote verschrecken Kunden
Dieter Gellermann | 12. September 2010Kennen Sie Schilder der Art “Es ist verboten, ….”? Haben Sie unangenehme Erinnerungen an solche Mitteilungen? Richtig, sie passen nicht mehr in unsere Zeit.
Wenn wir Kunden ernst nehmen, dann müssen wir sie das durch unsere Wortwahl merken lassen. Verbotsschilder erschrecken und verschrecken Kunden. Gibt es Dinge, von denen man Kunden fernhalten möchte, kann man das auch gefälliger ausdrücken.
Beispiele:
1) Die Ausstellungsstücke dürfen nicht berührt werden.
2) Betreten des Rasens verboten.
3) Stellen Sie sich hinten an.
4) Warten Sie vor der Türe, bis Sie aufgerufen werden.
5) Es ist verboten, in diesen Räumen ein Handy zu benutzen.
Besser wären die Texte in diesen Versionen:
1) Bitte berühren Sie die Ausstellungsstücke nicht. Die nächsten Besucher möchten sie auch noch frei von Fingerabdrücken und Fettflecken anschauen können. Danke für Ihr Verständnis.
2) Bitte beachten Sie, dass wir diesem Rasenstück besondere Pflege entgegen bringen, damit sich alle Passanten daran erfreuen können. Deshalb wäre es schön, wenn Sie sich dieses Stück Natur ausschließlich von den Wegen aus anschauen würden.
3) Bitte waren Sie Diskretion und warten Sie hinter der Linie.
4) Wir kümmern uns um jeden Kunden und geben ihm Zeit, seine Probleme zur Zufriedenheit zu lösen. Deshalb bitten wir Sie, vor der Türe zu warten, bis ein Mitarbeiter Sie aufruft. Danke.
5) In diesen Räumen arbeiten sehr empfindliche technische Geräte, die durch Störfrequenzen leicht falsche Werte anzeigen. Deshalb bitten wir Sie, hier keine Mobiltelefone zu benutzen.
Sie merken: Die freundlichen Texte sind immer etwas ausführlicher. Aber: Die Zeit, die Sie für das Texten und Ihre Kunden für das Lesen aufwenden, rentiert sich für beide Seiten. Gerne berate ich Sie, die optimalen freundlichen und verständlichen Texte zu finden.







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