Dieter E. Gellermann

PR-Berater, Journalist (DJV), professioneller Textbegleiter
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Vom Nutzen und vom Nützen

Dieter Gellermann | 30. April 2011

Die Hinweise am Telefon regen zum Nachdenken anDie deutsche Sprache hat schon viele Fallstricke. Einer fiel mir auf, als ich neulich in einem Hotel den Hinweiszettel am Telefon las:

“Erklärung zur Benützung des Telefons”

Es gibt das Verb nutzen und auch das Verb nützen. Als Substantiv gibt es jedoch nur den Nutzen. Finden Sie irgendwo ein Substantiv Nützen, dann ist dieses sprachlich falsch.

Was ist nun der Unterschied zwischen benutzen und benützen? Es gibt keinen, solange es Verbformen sind. Versucht man sie zu substantivieren, geht nur Benutzen, die andere Form geht nicht als Hauptwort oder Nomen. Sie können bei einem Telefon nur von seinem Nutzen sprechen und nicht von seinem Nützen.

Anders aber wird es, wenn Sie fragen, ob ein Gerät einen Nutzen hat. Ihr Gegenüber kann da mit Fug und Recht bestätigen, dass es nützlich ist. Es wird nicht nutzlich sein. Man wird auch nicht sagen: “Das Telefon nutzt mir nichts.” Korrekt lautet die Aussage: “Das Telefon nützt mir nichts.”

Als Autor dieser Zeilen hoffe ich nur, dass diese Zeilen für Sie einen Kosten-Nutzen-Faktor haben. Wenn Sie darin jedoch einen Kosten-Nützen-Faktor sehen sollten, war der Text nutzlos, aber in keinem Fall nützlos.

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Ist Ihr Unternehmen fit im Social Web?

Dieter Gellermann | 30. April 2011

Für eine Untersuchung zur Relevanz des Komplexes Social-Media bei Unternehmen wurden von News Aktuell und Faktenkontor 5120 Mitarbeiter aus der Kommunikationswirtschaft hinsichtlich ihrer Erfahrungen befragt. Das im April 2011 veröffentlichte Ergebnis offenbart deutliche Lücken bei den Unternehmen.

Pressestellen und PR-Agenturen berichten in der Untersuchung von deutlichen Defiziten bei deren Kunden. So halten sich bei Pressestellen nur 23,6% der Kunden-Unternehmen im Bereich Social Media gut aufgestellt, von Kunden von PR-Agenturen werden nur 9,4% in dem Bereich als qualifiziert empfunden. Ein schlechtes Zeugnis für Umgang mit und Einsatz von Social Media erhalten 20,9% der Kunden von Pressestellen und sogar 34,1% von PR-Agenturen.

Nachholbedarf haben aber auch die Kommunikationsunternehmen selbst. In der Untersuchung gaben 37,7% der Befragten aus Pressestellen und 47,9% der aus PR-Agenturen an, dass Facebook, Twitter und andere bei ihnen einen hohen Stellenwert hätten. Eine Verbesserung und Überarbeitung der Kommunikation ist also auch bei dieser Branche möglich und empfohlen, um alle Möglichkeiten im Interesse der Kunden auszuschöpfen.

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Kommunikationswirtschaft, PR-Agenturen, Pressestellen, Social Media
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Vor dem Schreiben Gehirn einschalten

Dieter Gellermann | 30. April 2011

Gerade habe ich in der Texterfibel von Stefan Gottschling (www.textakademie.de) eine gute Zusammenstellung dessen gelesen, was man alles beachten muss, bevor man die erste Zeile eines unternehmerischen Textes hinschreibt. Gottschling nennt vier Hauptfaktoren, die dabei beachtet werden müssen. Ich gebe sie mit meinen eigenen Worten wieder.

Ziel: Welche Reaktionen möchten Sie mit Ihrem Text auslösen? Dies können unterschiedliche sein, je nachdem, wie Sie “verkaufen” möchten. Wollen Sie direkt verkaufen, Leute in Ihr Ladengeschäft locken, sie nur informieren, um Ihr Image zu verbessern oder dadurch einfach bekannter zu werden? Wenn Sie Ihr Ziel definiert haben, wird auch klarer, wie Sie Ihren Text aufbauen müssen.

Medium: Unsere Zeit mit Internet und Newslettern, sozialen Netzwerken und Business-Foren eröffnet uns viel mehr Möglichkeiten, Texte zu streuen als in den Jahrzehnten davor. Aber vergessen Sie dabei nicht die heute eher antiquierteren Möglichkeiten des Handzettels, des gedruckten Kataloges, des Mailings, des Flyers, des Plakates, der Zeitungsanzeige oder eines PR-Textes in einer Fach- oder Publikumszeitschrift. Bei jedem Medium ist nicht nur das Trägerformat und seine Technologie interessant, sondern auch der Umfang, auf den man sich beschränken muss, wenn man sicherstellen möchte, dass die Texte gelesen werden. Ihr Text muss sich vom Stil her dem Medium anpassen.

Zielgruppe: Keinen Text werden Sie für alle Leser verfassen können, dazu ist die Leserschaft zu heterogen. Versuchen Sie, Ihre Zielgruppe so einzugrenzen, dass Sie diese auch bestens erreichen. Experten werden mit einer anderen Sprache angesprochen als reine Konsumenten Ihrer Produkte oder Dienstleistungen. Führen Sie Ihre Leser durch die richtige Sprachwahl direkt zu Ihren Angeboten und vermeiden Sie, dass sie vorher aussteigen, das Lesen sein lassen, weil die Texte sie nicht ansprechen. Ein Textbegleiter kann die potentiellen Kunden da abholen, wo sie stehen, – auch und gerade wenn die Waren erklärungsbedürftig sind. Sprechen Sie Ihre Zielgruppe mit Hilfe eines Text-Experten punktgenau an. Der Kosten-Nutzen-Effekt liegt auf der Hand.

Botschaft: Letztlich muss Ihr Schreiben auch einen Sinn haben, einen Informationswert. Vielfach sieht man bei Metzgern oder Kosmetikerinnen Angebotslisten in Form von Aufzählungen. Bei allgemein bekannten Angeboten funktioniert das schon. Besser ist in jedem Fall ein Text aus vollständigen Sätzen, die die richtige Tonalität verwenden und die wesentliche Vorteile herausstellen, die ein Kunde nur bei Ihnen findet.
In der Praxis kennen viele meiner Kunden ihre Marktvorteile zum Zeitpunkt des Erstgespräches noch gar nicht. Teil meines Aufgabenspektrums ist es deshalb, diese Alleinstellungsmerkmale und andere Besonderheiten eines Unternehmens bei der Vorbereitung meiner Tätigkeit herauszuarbeiten.

Nutzen Sie die Möglichkeiten der professionellen Hilfe bei Ihren Unternehmenstexten.

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Botschaft, Image, Informationswert, Medium, Sprachwahl, Stil, Text, Ziel, Zielgruppe
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