Dieter E. Gellermann

PR-Berater, Journalist (DJV), professioneller Textbegleiter
  • rss
  • Home
  • Über mich
  • Leistungen
  • Referenzen und Vorträge
    • Partner/Netzwerk
    • Kunden
    • Sonstige Referenzen
    • Veröffentlichungen und aktuelle Arbeitsproben
  • Kontakt
  • Impressum

Sprachbilder

Dieter Gellermann | 24. Juli 2010

Als Journalist und Texter hat man auch viel mit Sprachbildern zu tun, – gerade in einer Zeit, in der viele verblassen. Das eben war auch schon so ein Sprachbild (oder Idiom). Durch die richtigen Ausdrücke kann man mehr Farbe in einen Text bringen, durch falsche kann man ins Bodenlose versinken. <– Wir sehen einen Menschen, der im Morast jeglichen Halt verloren hat.

Mehr Beispiele:
+ Die Landzunge reicht weit in den See.
+ In der zweiten Halbzeit blühte die Mannschaft auf.
+ Der Mittelstürmer gab einen Warnschuss auf das gegnerische Gehäuse ab.
aus http://www.fachdidaktik-einecke.de/9a_Meth-Sprachreflexion/m…

Im Sport gibt es viele bildhafte Floskeln, aber immer stärker auch in der Wirtschaftssprache, Beispiele:
+ Der Kurs ist im Keller
+ Bundesbank stützte den Immobilienfonds
+ Licht am Ende des Tunnels zu erkennen
+ Dunkle Wolken ziehen über dem Stahlmarkt auf
+ Autozulieferer treten auf der Stelle

Viele Sprachbilder sind heute noch gebräuchlich, auch wenn die darin verwendete Tätigkeit heute kaum noch geläufig ist:
+ “den Faden verlieren” (wohl aus der Webtechnik)
+ “das ist ein Buch mit sieben Siegeln” (früherer Sicherheitsstandard bei Dokumenten)
+ “wie bei Hempels unterm Sofa”
+ “Ottonormalverbraucher” (gebräuchlich zu Zeiten der Lebensmittelkarten)
+ “hinterm Ofen sitzen” (aus Zeiten der großen Kachelöfen)

Da zu jeder Zeit und in jedem Land andere Sprachbilder geläufig sind, bekommen gerade Politiker Probleme, wenn sie zu internationalen Treffen kommen und dort zu viele Sprachbilder benutzen. Die sind nur selten korrekt zu übersetzen. Beispiel:

“auf dem Holzweg sein” heißt im englischen nicht etwa “to be on the woodway”, sondern eher
“to bark on the wrong tree”

Deshalb bekommt jeder Politiker und Diplomat, sobald er im internationalen Bereich tätig ist, die Empfehlung, eine idiomfreie Sprache zu verwenden.

Kategorien
Lesekompetenz
Tags
Bildhaftes, Farbe im Text, Idiom, Sprachbilder
RSS Kommentare
RSS Kommentare
Trackback
Trackback

« Online- und Print-Redaktion unterscheiden sich Presseverteiler »

7 Responses to “Sprachbilder”

  1. Stefan Mellenthin sagt:
    29. Juli 2010 um 14:21

    In einer Zeit in der einen die Werbebotschaften schier erdrücken ist es wichtig, eine klare und vor allem einprägsame Botschaft zu übermitteln.

    Kundenbedürfnisse müssen angesprochen werden, damit sich der potentielle Kunde angesprochen und vor allem abgeholt fühlt.

    Wenn diese an den Kundenbedürfnissen orientierte Botschaft in einem wohlbekannten Sprachbild verpackt werden kann, ist das Unternehmen ganz sicher nicht “auf dem Holzweg”.

    Beste Grüße aus Gomaringen,

    Stefan Mellenthin

  2. Roulette System sagt:
    25. Juli 2011 um 23:27

    Da fragt man sich beim groben Überfliegen von http://www.d-e-g.de schon, ob man selbst nicht komplett bescheuert war. Dankeschön für eure Erläuterungen

  3. Roulettkessel sagt:
    7. August 2011 um 23:16

    Ich merke jetzt in diesem Moment dass ich diese Seite deutlich mehr besuchen sollte ;-) – da kommt der Leser wirklich auf geniale Einfälle

  4. Roulettestrategie sagt:
    24. August 2011 um 15:28

    Herzlichen Dank, endlich habe ich den Sachverhalt in der Tiefe gerafft ;-)

  5. Spielautomaten Tricks sagt:
    6. September 2011 um 01:47

    Da fragt man sich beim Durchlesen schon, ob man selbst nicht irgendwie auf den Kopf gefallen ist. Dankeschon fur eure Erklarungen

  6. Spielautomaten Trick sagt:
    27. September 2011 um 01:36

    Also ich bin der Meinung dies war eh lediglich eine Mode

  7. satellite direct reviews sagt:
    24. Dezember 2011 um 11:52

    Krass! Das hatte ich garnicht fur moglich gehalten ;)

Leave a Reply

Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.

Seiten

  • Über mich
  • Leistungen
  • Referenzen und Vorträge
    • Partner/Netzwerk
    • Kunden
    • Sonstige Referenzen
    • Veröffentlichungen und aktuelle Arbeitsproben
  • Kontakt
  • Impressum

Kategorien

  • Allgemein
  • Auffälliges
  • Aus Kundensicht
  • Lesekompetenz
  • Online-Redaktion
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Werbung

Letzte Artikel

  • Wenn Gänsefüßchen stören
  • Unter den bildhaften Begriffen sind Tierbilder spitze
  • Ist Ihre Website bloß ein Schaufenster?
  • Auf dem Weg zum Emir
  • Samoa und die Weltöffentlichkeit

Letzte Kommentare

  • David bei Namen sind weder Schall noch Rauch
  • Lukas bei Ohne Recherche geht kaum etwas
  • awrer bei Doppelt dasselbe spricht nicht für sich
  • M H bei Kontakt
  • Maureen Perreira bei Veröffentlichungen und aktuelle Arbeitsproben

Links

  • Deutscher Journalisten Verband
  • ks:mediendesign
  • Mein XING-Kontakt
  • Meine Firmenseite auf Facebook
  • So erreichen Sie mich bei Twitter

Archiv

  • Januar 2012
  • Dezember 2011
  • November 2011
  • Oktober 2011
  • September 2011
  • August 2011
  • Juli 2011
  • Juni 2011
  • Mai 2011
  • April 2011
  • März 2011
  • Februar 2011
  • Januar 2011
  • Dezember 2010
  • November 2010
  • Oktober 2010
  • September 2010
  • August 2010
  • Juli 2010
  • Juni 2010

Tags

Analphabet Anrede Aufmerksamkeit Autor Bekanntheitsgrad Bezeichnung Fehler Fremdwörter Herren Homepage Image Internet Ironie Kommunikation Kritik Kunden kurz Lesekompetenz Lesen Leser Lob Marke Marketing Medien Nachhaltigkeit PR Rechtschreibfehler Slogan Sprachbilder Sprache Sprachgebrauch Steigerung Stil Superlativ Techniken Text Textbegleiter Texte verstehen verständlich Werbung Wettbewerber Wort Wortschatz Öffentlichkeit
rss RSS Kommentare valid xhtml 1.1 design by jide modified by ks:mediendesign powered by Wordpress get firefox